CRI | TLCI = Was verbirgt sich hinter diesen Abkürzung?

Die Wahrheit über LED Leuchten, CRI und TLCI Werte.

CRI oder TLCI Wert selbst messen und bestimmen.

CRI = Farbwiedergabeindex

Der CRI ist ein spezieller Metamerie-Index und ist nicht von einer bestimmten Farbtemperatur abhängig. Das Sonnenlicht ist bei diesem Index mit einem Wert von 100. Dieser Wert zeigt, dass alle Spektralfarben enthalten sind. Moderne LED Video-Leuchten und auch Leuchtstofflampen schaffen Werte bis 98, OLED und Energiesparlampen bis 90 und eine sehr gute HMI Videoleuchte kann auch mal über 90 liegen.

Wer mit unterschiedlichsten Leuchtmitteln gearbeitet hat, der weiß eine hochwertige ARRI-LED zu schätzen. Nicht nur, weil die Werte auch über einen längeren Zeitraum konstant bleiben, sondern diese Licht einfach der technisch höchste Standard bei allen Filmproduktionen, weltweit ist.

Die Farbwiedergabe war schon immer ein Qualitätsmerkmal und unterscheidet günstige Anbieter von teuren. Trotzdem, auch eine GODOX (Neewer) oder GVM LED ist extrem gut. Man muss nur wissen, welche Betriebsdauer man diesen Leuchten zumuten kann.

Das Testverfahren nach DIN 6169 wird mit verschiedenen 14 Farben erstellt. Altrosa, Asterviolett, Fliederviolett, Gelbgrün, Hellgrün, Himmelblau, Senfgelb, Türkisblau, Blattgrün, Blau, Gelb, Grün, Rosa-Hautfarben und gesättigtes Rot.

Daher bedeutet absolut NICHT, dass alle Farben automatisch perfekt wiedergegeben werden. Es muss das ganze Spektrum berücksichtigt und vollständig sein. Das kann man am besten zwischen 5000 K bis 6000 K. Wer in der Food-Fotografie arbeitet, für Medizin, Forschung und Wissenschaft, oder Werbefilme erstellt, kennt das. Der Weg zum perfekten Licht kann lang und am Ende auch sehr teuer sein. Wer einmal für ein Museum gearbeitet hat, arbeitet auch in einer anderen Licht-Welt und eine Skala von 14 Farben genügt hier nicht.

TLCI oder CRI, was ist der Unterschied?

TLCI (der Television Lighting Consistency Index) ist die Erweiterung des CRI um weitere 10 Farben auf 24. Der Farbraum wird bei TV-Produktionen im Theater und der Filmindustrie als Standard verwendet. Die LED DLichttechnik bietet mehr Möglichkeiten und die ältere CRI Berechnung ist nicht wirklich ausreichend.

Der TLCI ist also nur eine umfangreichere neuere Bewertung der spektralen Zusammensetzung als der CRI. Proessioneller und wird mittelfristig den CRI auch vollständig ablösen. Die TLCI Farbtafel (2012) ist die eigentliche Empfehlung für Kameraleute, Coloristen und die Postproduktion bei der digitalen Film- und Videobearbeitung.

Nun aber zurück zum Spektrum, dem CRI / TLCI und der Praxis.

Bleiben wir bei der Realität

In der Regel werden heute LED Videoleuchten verwendet. Diese werden mit Werten zwischen 95-98 CRI angeboten. Diese Leuchten sind nicht immer im Tageslichtbereich. Es gibt auch Tungsten Leuchten, die unter 4000 K LED Leuchten mit einem hohen CRI Wert anbieten. Wie beschrieben, es geht hier nicht um die Lichtfarbe, sondern um das Speltrum. Es kommt also auf die Wellenlänge an.

Jetzt könnte man meinen, eine Leuchte mit einem CRI von 95 unterscheidet sich kaum von einer mit 97. Dem ist aber nicht so. Vor allem, weil nach bereits 5-10 Minuten sich diese Werte bei günstigen Leuchten ändern. Hier liegt also der tatsächliche Unterschied zu einem ARRI L-Series C oder Orbiter. Die HMI Daylight oder TrueBlue werden sicherlich noch weiter verwendet, aber in den nächsten Jahren weiterhin von der LED Technologie abgelöst.

Da sich nicht jeder ein ARRI Skypanel erlauben kann, bleiben da noch die Apature COP LEDs, Zavddi, Yidbolo, Godox (Neewer), Walimex, Zhangyiyi, Falcon Eyes, Chyuanhua, Naguang, Proxistar, GVM, Westscott, Yliansong, Mettle, Hensel, Viltrox, GYRL, Gazchimp und viele mehr.

Für was wir uns entschieden haben

Bei längeren Produktionen verwenden wir noch keine LEDs und setzten weiterhin auf ARRI TrueBlue in Kombination mit Farbfolien ein. Kurze Produktionen und kleine Imagevideos entstehen mit 2-3 GVM Leuchten von 80 bis 150 Watt. Wir haben bisher 6 verschiedene Anbieter von günstigen Videoleuchten bis 1000 Euro ausprobiert und festgestellt, dass die GVM auch nach 10 Minuten das beste Licht liefern konnte.

Andere Anbieter halten den CRI Wert manchmal nicht einmal, wenn die Leistung reduziert wird. Godox startete beispielsweise mit einem guten Wert von 97 und bereits nach 5 Minuten lag dieser unter 95. GVM konnte den CRI von 98 etwas über 10 Minuten halten und viel nur leicht auf 96 ab. Bei den günstigen LED Anbeitern war vom „Grünstich“ bis zu Pink-Magenta-Hauttönen alles dabei. Es mag viele geben, die auf Apature bauen, wir konnten zu diesem deutlichen höheren Preis keine so große Verbesserung feststellen. Mehr noch, richtiges Tageslicht erhalten wir auch dort nicht. GVM mit Fresnelvorsätzen und vernünftige Lichtformer. Diese Kombination bietet uns bei kleinen Produktionen ein maximales Preis-Leistungsverhältnis.

.

Selbst messen | CRI ermitteln

Auf geht es: Mit dem DIY Light Spectrometer und anderen Tools kann man den CRI Wert ermitteln.