Was ist DCP ?

Als DCP (Digital Cinema Package) bezeichnet man das Standard Abspielformat für Kinos. In diesem „Paket“ befinden sich Bild, Ton und eventuell auch Untertitel. Übergeordnete Metadateien verwalten diese. Als CLP bezeichnet hier die „Playlist“, welche in einem DCP enthalten ist.

So ein DCPackage kann auch verschiedene Synchronfassungen beinhalten, als Tonspurt oder als zuschaltbarer Untertitel.

Filmrollen werden nicht mehr verschickt. Heute werden DCPs auch als Download angeboten und können einfach heruntergeladen werden. Auf einer mit Linux formatierten Festplatte befindet sich dann ein vollständiges Digital Cinema Package.

SMPTE – der Timecode

Diese Abkürzung bedeutet: „Society of Motion Picture and Television Engineers” und ist (entwickelt 1966) nun seit 1969 unter anderem der Zeitcode für TV und Viedeoproduktionen. Er verbindet die Bild- mit der Audiodatei.

Die achtstellige Anzeige eines SMPTE Codes zeigt:

hh | mm  | ss | ff

Auch Musiker kennen diesen SMPTE Code aus den Studios. Er wird beim Einsatz von Midi-Sequenzern als Schnittstelle benutzt und synchronisiert den Computer, bzw. die Musiksoftware mit Keyboards, Expandern und Drum-Maschinen.

HFR und DCI, was bedeutet das?

HFR (High Frame Rates) sind Bildwiederholraten von mehr als 24 Bildern pro Sekunde. 24 fps sind seit je her der Standard beim Filmformat (Kino). Zumindest seit der Stummfilmzeit (18 Frames per second). Da wir Gewohnheitstiere sind, ist dies auch im digitalen Zeitalter beibehalten worden. HFR ist also die Bezeichnung für Frame Raten darüber (48 / 60 / 120).

Der DCI Standard regelt diese Bildwiederholungsraten

DCM (Digital Cinema Mastering) erlaubt DCPs / DCDMs mit folgenden Bildwiederholraten:

16 | 18,18 | 20 | 24 | 25 | 30 | 48 | 60 | 120

Höhere Bildwiederholraten ergeben einen ganz anderen Look. Da man bei höheren Bildwiederholungsraten mit kürzeren Belichtungszeiten arbeitet, ergibt das weniger Bewegungsunschärfe bei den Einzelbildern. Weiterhin hat man auch weniger Flimmern und speziell bei 3D filmen ist es insgesamt entspannter. Trotzdem, es wirkt weniger „weich“ und es wirkt dann mehr wie eine Amateur-Videoaufnahme, als eine Kino-Produktion. HFR bringt also eine andere Bildästhetik.

HFR kann nicht jeder Projektor. Dazu muss ein Kino entsprechend ausgestattet sein. „Der Hobbit“ beispielsweise war ein solcher HFR Film. 2012 war noch nicht jedes Kino in der Lage HFR zu zeigen. Heute ist das schon anders. Zunehmend finden sich Kinos, die mit High Frame Rate Technik ausgestattet sind.

Da sich Zeiten bekanntlich ändern, könnte es (wie auch bei den veränderten Hörgewohnheiten junger Menschen) auch beim Film-Look aufwärts gehen. Nicht nur Youtube arbeiten inwzsichen mit HF Rates von 48 (50 steht manchmal auf dem Kameradisplay). Es fühlt sich für einige ungewohnt an, andere finden es „echter“ und es scheint sich zunehmend in diesen Bereich der höheren Raten zu entwickeln.